Unser Konzept - Uhlebüller Wohngemeinschaften

Ziel der pädagogischen Arbeit ist es, die Folgen der Behinderung zu mildern und wenn möglich zu beseitigen: Die Betroffenen sollen in der Entwicklung ihrer Fertigkeiten und Fähigkeiten gefördert und in die selbständige Lage versetzt werden, ein Leben so nah wie möglich am „Normalen“ im Sinne des Normalisierungsgedankens zu führen. Unter dieser Zielsetzung stellt die Arbeit mit den Menschen mit Behinderung, insbesondere die Auseinandersetzung mit den teilweise gravierenden Sekundärfolgen der Behinderungen, hohe Anforderungen an die Belastbarkeiten und an die pädagogischen, wie gleichermaßen menschlichen Fähigkeiten unserer MitarbeiterInnen.

Aufgrund der erfolgreichen Arbeit in der Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung in den kleinen Wohngruppen und zum größten Teil körperliche betonter Beschäftigungsbereiche in der Tagesstruktur wurde dieses Konzept auch den sich verändernden sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter aufrecht gehalten und nach Möglichkeit weiterentwickelt. Mittlerweile hat die Uhlebüller Wohngemeinschaft 31 Plätze in unterschiedlichen Betreuungsmodulen, die sich nach dem individuellen Bedarf jedes einzelnen Menschen mit Behinderung richtet.

Wir betrachten unsere gesamte pädagogische Arbeit als ganzheitlich:

Der körperliche, geistige, seelische und soziale Bereich menschlichen Lebens wird mit einbezogen um individuelle Lebens- und Wohnqualität zu verbessern. Wichtig ist es uns dabei, den pädagogischen Prozessweg von einer defizitorientierten Sichtweise hin zu einer ressourcenorientierten zu gestalten. Wir wollen Selbständigkeit und selbständige Lebensführung für Menschen mit Behinderung ermöglichen, indem wir Unterstützung zum Finden einer eigenen Lebenseinstellung, - Lebensgestaltung, - Wertvorstellung und zur Entwicklung eines positiven Selbstwertgefühls, Selbstvertrauen und Autonomie anbieten und auf diesen Weg hin begleiten.

Ziel und Auftrag ist es für uns als Einrichtung neben den psychosozialen und pädagogischen Arbeit für und mit den Menschen mit Behinderung zunehmend mehr integrative Möglichkeiten in ihrem Lebensraum, in ihrer Stadt und in dieser Gesellschaft zu eröffnen und zu erweitern, sodass die Weiterentwicklung ihrer persönlichen Lebensqualität zur Teilhabe an integrativen Stadtteilangeboten zunehmend verwirklicht werden kann.

Download-Dokument: Gesamtkonzept Uhlebueller Wohngemeinschaften


Wohnen

Zum Dezember 2007 wurde unser neues Wohnprojekt in der Uhlebüller Dorfstrasse 124 gestartet, in dem wir die kleinen Wohngruppen mit ambulanten Wohnmöglichkeiten auf einem zentralen Gelände zusammengeführt haben. Zum 01.12.2007 wurden daher die bisherigen kleinen Wohnheime "rüm hart" in Emmelsbüll und das "Friesenheim" in Uphusum aufgelöst (jetzt "ine weese").
Wohnen heißt: Angekommen sein, zu Hause sein. Ferner wird Wohn-Raum, also eine Wohnung, zum Bezugspunkt für den Menschen in der Welt. Das Haus oder die Wohnung ist der Ort, an den der Mensch gehört, er kann bewohnt werden und es kann das Gefühl von Heimat entwickelt werden (vgl. Thesing, 1990, S.26). "Die Wohnung, das Haus wird so zu einer Mitte in der Welt,..." ( Bollnow 1984, zit. bei Thesing 1990,S.26)).

Anhand dieser Beschreibung von Wohnen wird deutlich, wie wichtig das Wohnen an sich für den Menschen ist, er bekommt so z.B. Schutz, Sicherheit, Bezugspunkt und ein „Wohlfühl-Gefühl“. Dies  alles natürlich nur, wenn er in die Lage kommt diese beispielhaft genannten Punkte auch in seinem Sinne beeinflussen zu können, d.h. Wohnen selbst bestimmen zu können.

Andritzky, Selle fasst die allgemeinen Grundbedürfnisse des Wohnens in einem Katalog zusammen.:

  • Streben nach Sicherheit,
  • Schutz und Geborgenheit,
  • Wunsch nach Beständigkeit und Vertrautheit,
  • Suche nach einem räumlichen Rahmen, der die Möglichkeit der Selbstverwirklichung bietet,
  • Bedürfnis nach Kommunikation, der Wunsch nach Selbstdarstellung (Demonstration von sozialem Status) (Andritzky, Selle 1987,Bd.1,S.106 bei Thesing 1990,S.28)


Vielen unserer Bewohner/innen war bisher der Begriff des Wohnens in dieser Form fremd.
Erfahrungsgemäß hatten nur wenige zu begleitende Menschen, welche bei uns aufgenommen wurden, zuvor ein eigenes Zimmer.
Ihnen wurde diese Möglichkeit des Wohnens verweigert und Sie waren oftmals der totalen Versorgung und damit gleichzusetzen der Unmündigkeit ausgesetzt.

Download-Dokument: Konzept Ambulant Betreute Wohngemeinschaft


Tagesförderbereich

Die enge pädagogische Zusammenarbeit der Mitarbeiter des Wohnens mit dem Tagesförderbereich ist ein wesentlicher erfolgsbringender Pfeiler unserer Arbeit zur Stärkung einer stabilen Persönlichkeitsentwicklung der Menschen mit Behinderung.

Download-Dokument
: Konzept Tagesförderung


Nähere Informationen zum Norderhof - der Tagesförderstätte der Stiftung Uhlebüll - erhalten Sie unter Norderhof ...

 




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